Ein Bild sagt mehr als tausend Worte .......

Allgemeine Beschreibung
Im Gegendtal zwischen den steil zum See hin abfallenden Hängen des Mirnock und des Wöllaner Nock liegt der Afritzer See. Während das Südwestufer weitgehend unberührt ist und der Wald bis zum Ufer hinabreicht, verläuft die Millstätter-Bundesstraße (B 98) entlang des Nordostufers. Der Afritzer See ist der Rest eines ehemals wesentlich größeren Sees, der durch einen Felssturz geteilt wurde. Dieser bildet die Wasserscheide, wodurch ein Teil, der heutige Feldsee, nach Nordwesten zum Millstätter See und der Afritzer See nach Südosten in Richtung Treffen entwässern.

Warme Oberflächentemperaturen. Der See ist im Sommer streng geschichtet und erreicht an der Oberfläche Wassertemperaturen von mehr als 23°C.

Das durch Schilfbestände charakterisierte Nordwest- und das abflussseitig gelegene Südostufer verlaufen flach. Entlang der Straße und an der Südseite des Sees gibt es mehrere Anwesen, Gasthäuser, ein Bungalowdorf sowie Bäder.

Landschaftsschutzgebiet. Der Afritzer See gehört zum gleichnamigen, 144 ha großen Landschaftsschutzgebiet (LGBl. Nr. 86/1970, LGBl. Nr. 63/1983).


Fischbestand
Im Afritzer See leben folgende 15 Fischarten (HUBMANN, 1996):

Hecht (Esox lucius) Barsch (Perca fluviatilis) Blau Barsch Aal (Anguilla anguilla) Reinanke (Coregonus lavaretus) Maräne Seeforelle (Salmo trutta f. lacustris) Wels (Silurus glanis) Waller Aitel (Leuciscus cephalus) Brachse (Abramis brama) Karpfen (Cyprinus carpio) Laube (Alburnus alburnus) Steinfischerl Rotauge (Rutilus rutilus) Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) Schleie (Tinca tinca) Zander (Sander lucioperca) Zaehrte (Vimba vimba)
Hoher fischereilicher Ertrag. Der Afritzer See wird wie der Feldsee von der Fischzuchtanstalt Feld am See bewirtschaftet und angelfischereilich genutzt. Der jährliche Ertrag ist hoch und liegt zwischen 30 und 40 kg/ha. Besetzt werden vor allem Karpfen, Hechte und Reinanken. Zusätzlich wurde ein Besatz mit Seeforellen durchgeführt. Im Jahre 1981 wurde ein Hecht mit einer Länge von 141 cm und einem Gewicht von 18 kg gefangen, der den Namen "Dagobert" erhielt. Dieser Fisch ist heute im Landesmuseum Klagenfurt zu sehen.

Coregonen wurden besetzt und vermehren sich heute natürlich, sie werden bereits angelfischereilich stark genutzt. Die Hauptfische des Afritzer Sees sind Rotaugen und Barsche, weiters kommen Lauben, Brachsen, Rotfedern und noch in großer Häufigkeit Aale vor. Die Anzahl an Aiteln, Welsen und Zandern ist gering (HUBMANN, 1996).


Krebsvorkommen
Ursprünglicher Edelkrebsbestand. Der Afritzer See beherbergte wie die meisten Kärntner Seen ursprünglich einen Edelkrebsbestand. Dieser wurde durch das Auftreten der Krebspest jedoch vernichtet. Seit 1992 wird der Versuch unternommen einen Edelkrebsbestand (Astacus astacus) im See anzusiedeln. In den letzten Jahren wurden durchschnittlich 1000 Stück pro Jahr Besatzkrebse im See ausgesetzt.


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