Ein Bild sagt mehr als tausend Worte .......

Allgemeine Beschreibung
Als südlichst gelegener Badesee Österreichs besticht der Faaker See mit türkisblauem, klarem Wasser. In 4 Strandbädern lässt sich seine ausgezeichnete Badewasserqualität genießen.
Der Faaker See ist mit einer Fläche von 220 ha der fünftgrößte See Kärntens. Er liegt südöstlich von Villach, am Fuß des Mittagskogels. Seine Entstehung geht auf die letzte Eiszeit zurück. Der See wird im Norden durch einen flachen, aus angeschwemmten (alluvialen) Ablagerungen bestehenden Hügelzug vom Drautal abgetrennt. Im Süden befindet sich der Gebirgszug der Karawanken, dem nacheiszeitliche Schotterkegel vorgelagert sind. Der geologische Untergrund des Einzugsgebietes besteht aus Kalk, Dolomit und Mergel.
Türkisblaues Wasser. Vor allem der Hauptzufluss, die Wourounitza gibt dem Wasser seine charakteristische Farbe. Sie entwässert die steilen Hänge des Mittagskogels und führt dem See feinste Kalkpartikel zu, die lange in Schwebe bleiben und das Licht türkisblau reflektieren, bevor sie sich am Boden ablagern.
Eine Bodenschwelle, die von Westen nach Osten reicht und sich als Insel 12 m über die Wasseroberfläche erhebt, teilt den See in zwei Becken. Das Südbecken erreicht eine Tiefe von 24 m, nördlich der Insel weist der See eine Tiefe von 29,5 m auf.
Der Seeabfluss am Südwestufer, der Faaker Seebach, strömt Richtung Westen und mündet in die Gail. Die Wasserführung des Faaker Seebaches hat sich seit 1976 deutlich verringert. 1976 wurde ein MQ von 750 l/s, 1991 ein MQ von 550 l/s gemessen.
Im Süden wird das Seebecken von den steilen Hängen der Karawanken eingerahmt, denen nacheiszeitliche Schotterkegel vorgelagert sind.
Sehr gute Badewasserqualität. Der Faaker See ist ein vollständig durchmischender, also holomiktischer See. In limnologischer Hinsicht ist der Faaker See dem nährstoffarmen, oligotrophen Seentyp zuzuordnen und weist eine sehr gute Badewasserqualität auf. Von Mai bis Oktober ist der Wasserkörper thermisch streng geschichtet. Das Oberflächenwasser erreicht in den Sommermonaten zeitweise Temperaturen über 24°C. Die winterliche Eisbedeckung dauert in der Regel 1 bis 2 Monate. Erste Eisschichten bilden sich von Mitte bis Ende Jänner.
Reinigung durch mineralische Trübstoffe. Im Einzugsgebiet des Faaker Sees hat sich seit den 1960er Jahren ein intensiver Sommertourismus entwickelt, der zu einer zunehmenden Nährstoffbelastung des Sees geführt hat. Trotz des durch den Tourismus vermehrten Phosphor- und Stickstoffeintrages wurden am Faaker See keine so spektakulären Eutrophierungserscheinungen wie an anderen Kärntner Seen beobachtet. Einerseits wurden rechtzeitig Sanierungsmaßnahmen gesetzt, andererseits haben die mit den Hochwässern in den See eingeschwemmten mineralischen Trübstoffe eine fällende Wirkung für Nährstoffe und Algen.
Naturbelassene Flächen. Große Teile des flach auslaufenden Westufers weisen eine ausgedehnte Verlandungsvegetation mit Schilfgürtel auf. Die naturbelassenen Flächen im Süden und Westen des Sees wurden zu Landschaftsschutzgebieten erklärt:


Tourismus
Mit der Fähre, Booten oder schwimmend kann die Insel mit darauf liegendem Hotel in der Mitte des Faaker Sees erreicht werden. Am Nordufer liegen die stark frequentierten Fremdenverkehrszentren Egg, Drobollach und Faak. Das Ostufer wird von zahlreichen Campingplätzen und Strandbädern eingenommen. Freizeitangebote und Veranstaltungen. Neben attraktiven Angeboten für Freizeit und Sport finden zahlreiche Veranstaltungen wie die „Faaker See-Radrundfahrt“ und der „Mittagskogel-Wanderweg“ statt. Die „European Bike Week“ (vormals Harley-Treffen) in der ersten Septemberwoche ist wohl am bekanntesten. Kulturelle Aktivitäten bietet die nahe gelegene Burgruine Finkenstein.

Fischbestand
Im Faaker See wurden bisher folgende 18 Fischarten nachgewiesen:
Hecht (Esox lucius) Barsch (Perca fluviatilis) Blau Barsch Aal (Anguilla anguilla) Reinanke (Coregonus lavaretus) Maräne Seeforelle (Salmo trutta f. lacustris) Wels (Silurus glanis) Waller Aitel (Leuciscus cephalus) Bitterling (Rhodeus sericeus amarus) Brachse (Abramis brama) Güster (Abramis björkna) Karpfen (Cyprinus carpio) Laube (Alburnus alburnus) Steinfischerl Rotauge (Rutilus rutilus) Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) Schleie (Tinca tinca) Zander (Sander lucioperca) Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) Pseudokeilfleckenbarbe (Rasbora hengeli)
Fischereiliche Nutzung. Bis Ende der 1970er Jahre wurde im Faaker See Berufsfischerei vor allem auf Coregonen betrieben. Die Coregonen weisen Duchschnittslängen von 30 - 50 cm auf.
Heute wird der See nur angelfischereilich genutzt, wobei die Bewirtschaftung von zwei Fischereivereinen durchgeführt wird. Beim Faaker See handelt es sich um einen Privatsee, wobei die Seebesitzer gleichzeitig auch fischereiberechtigt sind.
Der Hauptfisch der Angelfischerei ist die Reinanke oder Renke, die ursprünglich im Faaker See vorkommt. Sie wird mittels Hegene-System erbeutet.
Jährlich findet am Faaker See ein Fischen auf die "Goldene Faaker See Forelle" sowie eine Renkenolympiade vom Fischereiverein Forelle statt. Des Weiteren werden Wildkarpfen, Hecht, Waller und Zander befischt.
Durch Besatz gelangten die großwüchsigeren Maränen in das Gewässer. Regenbogenforellen und Seeforellen kamen im vermehrten Ausmaße ebenso erst durch Besatz in jüngerer Zeit in den See. Heute werden von ihnen auch größere Exemplare mit bis zu 7 kg gefangen. In letzter Zeit wurde der Versuch unternommen, Bitterlinge wieder in den See einzubringen. Zudem gelangten versehentlich Pseudokeilfleckenbarben aus einem kleinen Teich bei Villach über eine Fischzucht in der Steiermark in den See.
In den Zuflüssen des Faaker Sees leben Bachforellen (Salmo trutta f. fario), diese Fischart kommt ebenfalls im Ausrinn, dem Faaker Seebach, vor. In diesem werden außerdem Schneider (Alburnoides bipunctatus) sowie im unteren Abschnitt Haseln, Barben und Nasen angetroffen.


Fischkarte
Tourismusinformation, 9583 Faak am See, Dietrichsteinerstraße 2 Tel.: +43 (0) 425472110-0
Falle GmbH Sport u. Fischerei, 9500 Villach, Maria Gailer-Str. 59 Tel.: +43 (0) 4242/32540
Elisabethapotheke, 9583 Faak am See, Dietrichsteinerstr. 7, (Fischerbootsverleih) Tel. +43 (0) 4254/3402
Camping Arneiz, 9583 Faak am See, Seeuferlandesstraße 53 Tel.: +43 (0) 4254/2137
Dorfmarkt Trink, 9580 Drobollach, Seeblickstraße 55, (Fischerbootsverleih) Tel.: +43 (0) 4254/2307
Gutsverwaltung Landskron, 9523 Landskron, Max Lauritsch-Straße 55 (Jahreskarten nur bei der Gutsverwaltung erhältlich) Tel.: +43 (0) 04242/41300


Krebsvorkommen
Rückgang der Krebspopulation. Im See und im Faaker Seebach sind vereinzelt Edelkrebse (Astacus astacus) zu finden. Die ursprünglich dichte Krebspopulation im See ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Eine Ursache könnte im Aalbestand liegen. Diese ursprünglich in unseren Gewässern nicht heimische Fischart ist der gefährlichste Feind der Flusskrebse. In jüngerer Zeit wurden Besatzmaßnahmen mit Edelkrebsen im See durchgeführt.

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