Ein Bild sagt mehr als tausend Worte .......

Allgemeine Beschreibung

In einem Seitental des oberen Glantales, nordöstlich von Feldkirchen, befindet sich der St. Urbaner See. Er liegt in 745 m Seehöhe und ist ein künstlich aufgestautes Gewässer mit einer Fläche von etwa 9 ha. Seine maximale Tiefe beträgt in der Nähe des Dammes beim Auslaufbauwerk 3,0 m, seine mittlere Tiefe 1,7 m. Ein etwa 200 m langer Damm war zur Errichtung dieses Sees notwendig.

Trotz seiner Höhenlage wurde der St. Urbaner See ein beliebtes Badegewässer. Gegen Westen wird der See immer seichter. Er endet in einem versumpften Gelände, in dem noch 2 weitere kleine Teiche liegen. Das Nord- und das Westufer werden von Verlandungsmooren eingenommen.

Landschaftsschutz. Der St. Urbaner See liegt im 140 ha großen, gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet (LGBl. Nr. 31/1970).


Fischbestand

Im St. Urbaner See waren ursprünglich folgende 10 Fischarten vertreten (FRIEDL, 1992):

Barsch
(Perca fluviatilis) Blau Barsch Wels (Silurus glanis) Waller Amurkarpfen (Ctenopharyngodon idella) Graskarpfen Güster (Abramis björkna) Karpfen (Cyprinus carpio) Rotauge (Rutilus rutilus) Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) Schleie (Tinca tinca) Zander (Sander lucioperca) Karausche (Carassius carassius)

Fischbestand. Es dominierten Barsche, Rotaugen und Rotfedern. Der St. Urbaner See wird regelmäßig abgelassen, zuletzt 1983 und 1990. Die dadurch erfolgte Dezimierung des Fischbestandes bewirkte ein gutes Wachstum der Restbestände.

Fischsterben. Im Jahre 1996 kam es Ende des Winters durch die lange Eisbedeckung zu einem massiven Fischsterben infolge von Sauerstoffschwund. Insgesamt verendeten ca. 1.300 kg an Fischen, hauptsächlich Karpfen, Waller, Zander, Graskarpfen, Silberkarpfen, Hechte, Schleien, Barsche und diverse "Futterfische". Das Fischsterben gab die Möglichkeit, einen Einblick in die Fischbiomasse im St.Urbaner See zu erhalten. Demnach betrug der Bestand vor dem Ereignis rund 140 kg/ha. Bei dem Fischsterben verendeten auch rund 400 Stück Edelkrebse. Bald nach dem Fischsterben wurde trotz der Tatsache, dass kein ausreichender Futterfischbestand vorhanden war, ein Besatz mit rund 100 kg Hechten durchgeführt. Die Folge war ein Ausbruch der durch ein Bakterium verursachten Fleckenseuche, die fast die Hälfte des Besatzes dahinraffte.

Krebsvorkommen

Der St. Urbaner See war früher für seinen guten Bestand an Edelkrebsen (Astacus astacus) bekannt. Im Frühjahr 1996 kam es in Folge einer länger anhaltenden Vereisung und einer daraus resultierenden Sauerstoffzehrung im See zu einem großen Fisch- und Krebssterben. Ob aktuell noch Edelkrebse im St. Urban See vorkommen, konnte bisher noch nicht geklärt werden.




Der St. Urban See ist ein wunderbarer Flecken Erde, nur leider wie bei allen anderen Seen in Kärnten sind alle zugänglichen Stellen mit meterhohe Zäune versehen. Es ist einfach schade, Kärnten könnte um vieles schöner sein.



© 2012 All Rights Reserved  •  Kärntner Institut für Seenforschung  •  Kirchengasse 43  •  9020 Klagenfurt am Wörthersee