Ein Bild sagt mehr als tausend Worte .......

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Kurt & Melanie Zebedin
9500 Villach
Austria

Kontakt:

e-Mail: admin@foto-zebedin.com
Website:
www.foto-zebedin.com


Verantwortlich:

Kurt & Melanie Zebedin

Es muss festgehalten werden, Bilder auf unserer Homepage sind Aufnahmen, welche auf unseren Reisen, Wanderungen
und Städtetouren entstanden sind. Personen, die auf unseren Bildern zu sehen sind, wurden unbewusst abgelichtet,
sind nicht Hauptbestandteil des Fotos und somit wird das Persönlichkeitsrecht nicht verletzt.


Fotorechte und Urheberschutz nach dem Rechtsschutzverband der Fotografen Österreichs

Es wird darauf verwiesen, dass alle Angaben trotz sorgfältigster
Bearbeitung ohne Gewähr erfolgen und eine Haftung des Fotografen, des Inhaber der Homepage und des RSV ausgeschlossen ist.
Das Recht am eigenen Bild - Alles Wissenswerte von Clemens Cichocki und Dr. Schartmüller

Entstehung des Urheberrechtes

Das Urheberrecht des Fotografen entsteht mit der Schaffung des Lichtbildes und bedarf keiner Förmlichkeiten, wie Eintragung oder Registrierung oder eines so genannten Copyrightvermerks (©).

Urheberrecht – Leistungsschutz
Fotografien sind entweder Lichtbildwerke (voller urheberrechtlicher Schutz) oder "einfache Lichtbilder" (vermindertes Leistungsschutzrecht). Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Dauer des Schutzes, Übertragbarkeit, Herstellerbezeichnung, Zurverfügungsstellungsrecht und bei der Änderung (Bearbeitung).

Seit Art.6 Schutzdauer-Richtlinie, aber vor allem der so genannten "Eurobike-Entscheidung“ des OGH vom 12.9.2001, ist (nahezu) jedes Foto ein Lichtbildwerk und genießen
ALLE (wenn auch nicht sämtliche) nur irgendwie gestalteten Aufnahmen den VOLLEN Schutz des Urheberrechts. Jedes Lichtbildwerk ist gleichzeitig aber auch ein einfaches Lichtbild und der Fotograf kann sich aussuchen, ob er Urheberrechtsschutz oder Leistungsschutz in Anspruch nimmt.

Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 7 ff

Inhaber der Schutzrechte
Urheber ist derjenige, der das Lichtbildwerk aufgenommen hat (§ 10 UrhG), also immer eine physische Person.
Lichtbildhersteller ist entweder derjenige, der das Lichtbild aufgenommen hat oder bei gewerbsmäßig hergestellten Lichtbildern der Inhaber des Unternehmens (§ 74 Abs 1 UrhG). Nach der Judikatur muss es sich um Dienstnehmer handeln und nicht um selbstständige Berufsfotografen/Pressefotografen, die im Auftrag des Unternehmens tätig sind (Werkvertrag)

Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 11 ff.

Rechte des Fotografen
A) Verwertungsrechte (das ausschließliche Recht - Untersagungs- bzw. Verbotsrecht- seine Aufnahmen
  • zu vervielfältigen (auch Bild-vom-Bild-Kopien, Speichern auf der Festplatte),
  • zu verbreiten (seine Fotos zu verkaufen, verschenken),
  • zu vermieten (die Aufnahmen zu Erwerbszwecken anderen zu überlassen),
  • zu senden (seine Fotos im Fernsehen auszustrahlen, Hotel-Videos),
  • vorzuführen (seine Fotos öffentlich durch optische Einrichtungen, wie Bildprojektoren etc. zu zeigen),
  • zur Verfügung zu stellen (Nutzung von Lichtbildern im Internet),
  • zu bearbeiten (an seinen Lichtbildern Änderungen wie Ausschnitte, Format- oder Farbänderungen, die nicht der Verkehrsauffassung entsprechen, vorzunehmen.

Das in der Praxis wichtigste Verwertungsrecht ist sicherlich das
Vervielfältigungsrecht (§ 15 UrhG)
Der Fotograf hat das ausschließliche Recht, Aufnahmen - gleichviel in welchem Verfahren und in welcher Menge - zu vervielfältigen. Man unterscheidet mehrere Arten der Vervielfältigung:
    Vervielfältigung besteht nicht nur in Form der Herstellung von 1:1 Kopien. Vergrößerungen, Ausschnitte etc. sind auch Vervielfältigungen.
    Die Vervielfältigung zum eigenen Gebrauch ist auf Kopien auf Papier oder ähnlichen Träger eingeschränkt; auf anderen Trägern als Papier dürfen Vervielfältigungen nur für den
    privaten Gebrauch (und nur natürliche Personen) und weder für mittelbare noch unmittelbare kommerzielle Zwecke angefertigt werden.
    Ebenso ist es unzulässig, fremde Fotos ohne Zustimmung des Rechteinhabers down zu loaden, um sie dann auf die eigene Homepage zu stellen

    B) Persönlichkeitsrechte
    • Urheberbezeichnung/Namensnennung
    • Werkschutz (Änderungsverbot)
    • Anerkennung der Urheberschaft, wenn diese bestritten oder das Lichtbild einem anderen zugeschrieben wird.

    C) Vergütungsansprüche
    Hier kann der Fotograf/Fotografin die Nutzung der Aufnahmen nicht verbieten, hat aber einen Anspruch auf angemessene Vergütung (Leerkassettenvergütung, Reprographievergütung, Schulbuchvergütung etc.). Diese kann nur von Verwertungsgesellschaften geltend gemacht werden, also NICHT vom RSV.
    Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 39 ff.

    Verfügungen über Urheber- und Lichtbildrechte
    Nutzungsverträge/ Lizenzen

    Das Urheberrecht unterscheidet zwischen der


      Beim
      Werknutzungsrecht erhält der Erwerber die ausschließliche Nutzungsbefugnis im vertraglich vereinbarten Umfang (§ 24 UrhG). Auch der Fotograf selbst muss sich nach § 26 UrhG einer entsprechenden Nutzung enthalten (Enthaltungspflicht). Er darf das Werk (Lichtbild), soweit der Vertragspartner (Werknutzungsberechtigte) das Nutzungsrecht erworben hat, auch nicht mehr selbst verwerten (benützen)

      Unter einer
      Werknutzungsbewilligung (§ 24 Abs 1 UrhG) versteht man die einfache, nicht ausschließliche und bloß schuldrechtlich (zwischen den Vertragsparteien) wirkende Befugnis, das Werk (Lichtbild) im Umfang der vertraglichen Vereinbarung zu nutzen. Der Lichtbildhersteller behält in einem solchen Fall selbst das Recht, sein Lichtbild (neben dem Vertragspartner) zu benützen oder durch andere nutzen zu lassen und zu diesem Zwecke weitere Werknutzungsbewilligungen zu erteilen.

      Die Form der Verfügung (Nutzungsrecht, Nutzungsbewilligung) sagt nichts über den Umfang der Rechtseinräumung aus. Dieser ist deshalb so präzise wie möglich zu vereinbaren. Verfügungen (Werknutzungsrechte, Werknutzungsbewilligungen) können inhaltlich beschränkt oder unbeschränkt erfolgen. Beschränkungen können in inhaltlicher, zeitlicher oder räumlicher (territorialer) Hinsicht erfolgen. Im Zweifel erwirbt der Vertragspartner nur so viel Rechte oder Bewilligungen wie sich aus dem Zweck des Rechtsgeschäfts ergibt (OGH 12.4.2000).

      Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 60 ff.

      Dauer des Lichtbildschutzes
      Das Urheberrecht endet
      70 Jahre nach dem Tod des Urhebers/Fotografen.
      (Die Schutzdauer bei einfachen Lichtbildern, was heute keine praktische Bedeutung hat, beträgt 50 Jahre nach dem Zeitpunkt der Herstellung bzw. wenn die Veröffentlichung innerhalb dieser Frist erfolgt, 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung).

      Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 58 ff

      Herstellerbezeichnung
      Bei
      Lichtbildwerken kann der Fotograf auf die Namensnennung verzichten, nicht aber das Recht übertragen.
      Keine besonderen Voraussetzungen erforderlich bezüglich Herstellerbezeichnung
      Auch bei Fernsehausstrahlung anzubringen

      Bei
      einfachen Lichtbildern kann der Fotograf sowohl auf die Namensnennung verzichten als auch das Recht einem anderen übertragen.
      Anbringung der
      Herstellerbezeichnung am Lichtbild Voraussetzung
      Bei Fernsehausstrahlung nur im Fall vertraglicher Vereinbarung

      Auch wenn, wie eingangs gesagt, nahezu alle Lichtbilder auch Werke der Lichtbildkunst sind, wird jeder Berufsfotograf/Pressefotograf seine Lichtbilder mit seinem Herstellervermerk versehen und besteht für den Verwender die Verpflichtung zur Anbringung der Herstellerbezeichnung. Für den Betrachter muss eine eindeutige Zuordnung des/der Lichtbilder zu ihrem jeweiligen Hersteller möglich sein.

      Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 52 ff.


      Das Recht am eigenen Bild
      Nach § 78 Abs 1 UrhG dürfen
      Bildnisse von Personen weder öffentlich ausgestellt noch auf eine andere Art, wodurch sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, verbreitet werden, wenn dadurch berechtigte Interessen des Abgebildeten oder, falls er gestorben ist, ohne die Veröffentlichung gestattet oder angeordnet zu haben, eines nahen Angehörigen verletzt würden.
      Unter Personenbildnissen sind nicht nur Portraits zu verstehen, sondern jedes Foto, auf dem der Abgebildete
      erkennbar ist. Auch der Begleittext und das Gesamtbild sind zu berücksichtigen. Auf die Anzahl der abgebildeten Personen kommt es nicht an; auch bei Aufnahmen von Massenszenen (zB Blick ins Stadion) kann, unter der Voraussetzung der Erkennbarkeit und Verletzung berechtigter Interessen, das Recht am eigenen Bild verletzt werden.
      Auch bei Personen des öffentlichen Lebens oder allgemein bekannten Personen ist eine Bildnisveröffentlichung nicht schrankenlos zulässig. So ist etwa die Bildnisveröffentlichung zu Werbezwecken oder bei Unterstellung einer nicht geteilten oder abgelehnten politischen Auffassung unzulässig.

      Berechtigte Interessen können verletzt werden durch

        Trotz Beeinträchtigung berechtigter Interessen des Abgebildeten ist die Veröffentlichung (Verbreitung) eines Bildnisses
        zulässig, wenn ein überwiegendes Veröffentlichungsinteresse (Wird ein Interesse an der Verbreitung behauptet, sind die Interessen gegeneinander abzuwägen. Das Interesse der Allgemeinheit darf jedenfalls nicht auf Neugier und Sensationslust beruhen, sondern muss durch ein echtes Informationsbedürfnis gerechtfertigt sein), der Abgebildete zugestimmt hat oder zu Beweiszwecken vor Gericht oder anderen Behörden.

        Ist der Fotograf selbst an der Veröffentlichung beteiligt, haftet er dem Abgebildeten (allenfalls neben anderen Personen). Gibt er ein Lichtbild zwar zur Veröffentlichung weiter, wirkt er aber nicht selbst daran mit und ist er insbesondere an der Formulierung eines kompromittierenden Begleittexts nicht beteiligt, haftet er nur im Fall vorsätzlicher Beteiligung; Fahrlässigkeit reicht nicht aus.

        Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 106 ff.

        Angemessenes Entgelt
        Wer unbefugt ein Lichtbild benutzt, hat auch wenn ihn kein Verschulden trifft, dem Verletzten (Fotografen/Rechteinhaber), dessen Einwilligung einzuholen gewesen wäre, ein angemessenes Entgelt zu bezahlen (§ 86 UrhG).
        Das angemessene Entgelt ist nach herrschender Rechtssprechung jenes Entgelt, das üblicherweise für eine vergleichbare Nutzung im Falle einer im Voraus eingeholten Nutzungsbewilligung vertraglich vereinbart worden wäre. Es entspricht somit dem üblichen „Marktpreis“, wobei der Bekanntheitsgrad des Fotografen, Umfang der Nutzung und sonstige maßgebliche Umstände zu berücksichtigen sind. Es ist verschuldensunabhängig! Zur Bemessung des „Angemessenen Entgeltes“ werden üblicherweise in Deutschland die von der Mittelstandsgemeinschaft Fotomarketing herausgegebenen „Bildhonorare“ herangezogen; in Österreich die von der Verwertungsgesellschaft Bildrechte GmbH veröffentlichten Tarife unf die von der Bundesinnung der Berufsfotografen herausgegebene Orientierungshilfe „Veröffentlichungshonorare im Fotografengewerbe in Österreichs“.
        Letztere kann von der Bundsinnung der Berufsfotografen bezogen werden, siehe auch den Rechner auf deren Homepage.

        Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 131 ff.